Girokonto
Girokonten ermöglichen heute beinahe Jedem den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Was heute eine Selbstverständlichkeit ist, war vor wenigen Jahrzehnten noch ganz anders. Während heutzutage das Gehalt einfach auf das Girokonto gutgeschrieben wird, war es noch bis in die 50er Jahren üblich, sein Gehalt als Bargeld in so genannten Lohntüten abzuholen.Das Girokonto stellte dazu einen gehörigen Fortschritt dar. Bargeld ist in den Prozessen der Überweisungen und Abbuchungen nicht mehr notwendig. Das Kreditinstitut verwaltet einfach den Kontostand und fügt Überwiesenes hinzu und zieht Abgebuchtes ab. Ein weit verbreiteter Irrtum ist es jedoch, dass ein Kreditinstitut Jedem, der es wünscht, auch ein Girokonto bereitstellen muss. In Deutschland haben Kreditinstitute das Recht dies in bestimmten Situationen abzulehnen. Wenn beim Kontoinhaber die Bonität gewährleistet ist, räumen so gut wie alle Kreditinstitute ihren Kunden so genannte Dispositionskredite ein. Damit ist schlicht das „Überziehen“ des Kontos gemeint. Der Zugriff des Kunden auf sein Konto ist in der Regel nicht begrenzt. Er kann jederzeit Bargeld einzahlen, sich auszahlen lassen, Daueraufträge einrichten, Überweisungen tätigen oder auch sein Konto kostenlos und ohne Angabe von Gründen auflösen. Mit dem Einrichten eines Girokontos bekommt der Kunde auch in fast allen Fällen eine EC-Karte.
Mit dieser lässt sich zum einen Geld am Geldautomaten abheben, zum anderen auch in vielen Geschäften bargeldlos zahlen. In den meisten Fällen berechnet das Kreditinstitut dem Kunden eine so genannte Kontoführungsgebühr. Mittlerweile gibt es allerdings auch viele Kreditinstitute, die kostenlose Konten anbieten. Für Schüler, Studenten und Auszubildende sind Girokonten dagegen immer kostenlos.
